Unsere Spenden nach Tacueyo, Kolumbien

Zuletzt haben wir im Juli 2025 eine Spende in Höhe von 2.000 € an unsere Partnerschule in Tacueyo in Kolumbien geschickt. Diese Mittel stellten wir in der Hoffnung bereit, zur Verbesserung der Situation in der Ausbildung der Schüler beizutragen. Regelmäßig informiert uns die Schule über die Verwendung der Spendengelder. Z.B. wurden mit unseren Spenden Gewächshäuser für die Kaffeesprößlinge gebaut oder eine Kaffeemühle angeschafft. Mit der nächsten Spende soll eine Bio-Dünger Anlage gebaut werden. In Kolumbien sind 2000,-ungefähr 8 Millionen Peso.
Auf dem Bild sehen Sie den Schulleiter mit Schülern bei der Übergabe der Spenden

Wir unterstützen die Schule in Tacueyo seit 2021. Dort werden die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Schwerpunkten ausgebildet. Unter anderem lernen sie, wie Kaffee angebaut und geerntet wird.

Durch die Vermittlung der Kaffee-Kooperative Aroma Zapatista in Hamburg Wilhelmsburg konnten wir einen langfristigen Kreislauf etablieren der daraus besteht, dass wir den von der Schule angebauten Rohkaffee einkaufen, in Hamburg verarbeiten und verkaufen und den Erlös zurück an die Schule geben.

 

Über die Schule in Tacueyó
Sie hat ca. 250 Schüler*innen in der Primärstufe und 960 in der Sekundarstufe.

Über unsere Stadtteilschule Rissen und die Schüler*innen-Firma
Das Projekt der Startups ist Teil der beruflichen Orientierung in der Schule.
In den jeweiligen Startups sind etwa 20 Schüler*innen, die sich wöchentlich einen ganzen Schultag mit der Arbeit in einer Schüler*innenfirma während der 9. und 10. Klasse, beschäftigen.

In unserem Startup importieren wir u.a. Rohkaffee aus einer Schule in Tacueyo, Kolumbien, produzieren Kaffee und Espresso und vertreiben den Kaffee im Lehrerzimmer, auf dem Wochenmarkt und in Rissener Geschäften. Den Erlös unserer Arbeit spenden wir an die Schule in Tacueyo.

Bedeutung des Kaffee-Projekts in Kolumbien
Es gibt für die Jugendlichen sehr wenige Möglichkeiten, in den Gemeinden einen gesicherten wirtschaftlichen Lebensunterhalt/Lebensweg zu erlangen. Eine der wenigen Möglichkeiten ist der Anbau von Pflanzen, die zu illegalisierten Drogen verwandelt werden können sowie die Arbeit in der damit verbundenen Drogen- und Gewalt Wirtschaft. Andere ökonomische Möglichkeiten und Angebote für die Jugendlichen in den Gemeinden zu schaffen, ist eine zentrale Aufgabe. Die Lehrer*innen bekommen mit, dass die Schüler*innen sich mit dem Geld durch den Kaffeeverkauf nun etwas leisten können: Einen Computer, eine Kuh, ein Motorrad - die Idee ist auch, dass sie später das Geld nutzen können, um ihre Ausbildung oder ein Studium zu finanzieren.
Dieses Projekt soll durch den Kaffee für die Jugendlichen eine Möglichkeit darstellen, als Erwachsene den Lebensunterhalt ihrer Familie zu sichern. Sie sollen auch lernen, wie man organisiert und mit anderen arbeitet. 
Das Ziel ist, die Schule in Tacueyó zu unterstützen indem wir den Kaffee der Schule abkaufen und die Gewinne aus dem Verkauf der Schule bzw. dem Kaffeeprojekt zu geben.

Luis Fernando (ein Lehrer der Schule in Tacueyo): „Dieses Projekt ist sehr schön. Denn unsere Jugendlichen im Selbstverwaltungsgebiet haben sehr wenige Möglichkeiten und sie sind einer Menge Problemen ausgesetzt, was sie sehr verletzlich und anfällig macht. Es gibt kaum Arbeitsstellen oder Firmen.
Außer dem Anbau von Pflanzen, die zu illegalen Substanzen weiterverarbeitet werden können, gibt es kaum Möglichkeiten. Daher scheint das für viele Jugendliche ein Ausweg, ebenso die bewaffneten Gruppen. Diese Gruppen kommen nun, nachdem der Friedensprozess gescheitert ist, wieder verstärkt auf. Sie haben spezielle Strategien, um die Jugendlichen für sich zu gewinnen. Sie bieten ihnen Geld und so weiter an. Es tut mir sehr weh, einen meiner ehemaligen Schüler dann mit einer Waffe zu sehen. Und es ist noch schmerzhafter, wenn diese Gruppen ihn in eine andere Gegend bringen - und er dann in einem Sarg nach Hause kommt."